Naturheilpraxis

Karen Bahnsen, Heilpraktikerin, Hofweg 98, 22085 HamburgTelefon 040 20972830

Klassische Homöopathie und Trauma


 

Für wen ist die Homöopathie geeignet?


 

Die klassische Homöopathie ist für jeden Patienten mit posttraumatischen Störungen zur Behandlung geeignet und hat sich auch im Akutfall als Sofort-Hilfe-Maßnahme bewährt.

Homöopathische Arzneimittel haben keinerlei schädliche Nebenwirkungen und machen nicht abhängig. Dieser Aspekt ist besonders erwähnenswert für Patienten, die aufgrund ihrer Problemstellungen (posttraumatische Störungen, Ängste, Todesängste, Depressionen, Panikzustände etc.) eine medikamentöse Behandlung benötigen und auf Psychopharmaka verzichten wollen. Als akute Sofortintervention können Psychopharmaka je nach Fall durchaus sinnvoll und obligat sein; bei einer Behandlung über einen längeren Zeitraum ist jedoch generell angesichts der Nebenwirkungen und der Suchtgefahr das Für und Wider sehr sorgfältig zu prüfen. Psychopharmaka beeinträchtigen außerdem die Psychotherapie, homöopathische Mittel hingegen unterstützen sie. Homöopathische Einzelarzneien helfen den Betroffenen sehr gezielt, da der Behandler die Arznei individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten auswählt und verordnet.


 

Was ist Klassische Homöopathie?


 

Klassische Homöopathie ist eine ca. 200 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Ihr Begründer ist der deutsche Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann (1755 – 1843). Sie ist eine arzneiliche Regulationstherapie, die den individuellen Menschen mit Körper, Geist und Seele in den Mittelpunkt der Behandlung stellt und auf dem Ähnlichkeitsprinzip basiert. Mit der homöopathischen Einzelarznei erhält der Patient einen Impuls mit dem Ziel, die Lebenskraft oder die Selbstheilungskraft gezielt individuell anzuregen und diese wieder in ordentliche Funktion zu bringen. Zitat Hahnemann im Konzentrat seiner Lehre, dem Organon: „Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten(...).“ (Organon, § 9).


 

Ähnlichkeitsprinzip „SIMILA SIMILIBUS CURENTURâ€

„Heile Ähnliches durch Ähnlichesâ€


 

Jede homöopathische Arznei wurde vor ihrem Einsatz am gesunden Menschen nach ganz bestimmten Prüfkriterien auf ihre Wirkungskraft erforscht und durch die Toxikologie und die gesammelten Erfahrungen in der therapeutischen Anwendung ergänzt. Diese Arzneimittelprüfungen an gesunden Menschen basieren noch heute auf den von Hahnemann aufgestellten Prüfungsbedingungen und Kriterien. Heilung nach dem Ähnlichkeitsprinzip bedeutet, dass ein kranker Mensch durch die homöopathische Arznei geheilt wird, die in der Lage ist, am gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorzubringen wie sie am kranken Menschen zu beobachten sind. Hahnemann hatte schon vor 200 Jahren mit der homöopathischen Behandlung u. a. folgende durchschlagende Erfolge :

1793 heilte er den hannoverschen Autor und Beamten F. A. Klockenbring von manischer Depression, 1800 hatte er große Erfolge bei der Scharlachepidemie, 1813 bei Typhusepedemie, 1830 weitere große Erfolge bei der Choleraepidemie).


 


 

Wie wirkt die homöopathische Einzelarznei?


 

Die nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählte Arznei hebt den Krankheitsreiz durch einen angemessenen Gegenreiz auf und verlöscht ihn dann. Hahnemann: „Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in dem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll!“ Das Ähnlichkeitsgesetz als Lebensgesetz: „So wird Trauer und Gram durch einen neuen, stärkeren, jemand Anderm begegneten Trauerfall, sei er auch nur erdichtet, im Gemüthe ausgelöscht.“ (Organon § 26).


 

Der früheste Hinweis auf das universale Heilgesetz nach dem Ähnlichkeitsprinzip ist vermutlich in der Sage von Troja zu finden: Im Kampf verletzt Achill den König Telephos mit seinem Speer an der Flanke. Die Wunde wird sehr schmerzhaft und heilt nicht. Kein Mittel hilft. Das Orakel des Apoll wird befragt und antwortet: Nur der Speer, der die Wunde geschlagen hat, vermag sie zu heilen. Die Ärzte des Achill feilen darauf hin die Späne von der Klinge und streuen sie auf die eiternde Wunde. In wenigen Stunden ist sie geheilt.


 


 

Wie wird bei der homöopathischen Behandlung vorgegangen?


 

Bei der Sofort-Hilfe-Leistung im Notfall wird der Patient und seine unmittelbare Reaktion auf das traumatische Ereignis (z. B. Autounfall; Tod eines geliebten Menschen; Vergewaltigung; Überfall, Zeuge eines Unfalls oder Verbrechens o.ä .) in den Mittelpunkt gestellt. Der Behandler ist mit einer Notfallapotheke ausgerüstet und gibt dem Betroffenen die passende Arznei in bestimmten zeitlichen Abständen, die sich nach dem Befindlichkeitsverlauf des Betroffenen richten.


 

Bei der Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Störungen werden der gesamte Symptomenkomplex und der individuelle Patient durch die klassische homöopathische Anamnese mit dem unverfälschten Spontanbericht des Patienten und dem Nachfragen des Behandlers zur Vervollständigung erforscht. Nach Auswertung sämtlicher Informationen der Anamnese mit Hilfe eines Hierarchisierungsprinzips ermittelt der Behandler die passende homöopathische Arznei nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Der Patient erhält die homöopathische Arznei in der Regel zunächst in einer einzigen Dosis. Die Heilwirkung einer homöopathischen Arznei ist die Nachwirkung, d. h. die Antwort des Organismus auf den Arzneireiz. Die Aufgabe des Behandlers ist es dann in Folgegesprächen mit dem Patienten die Heilwirkung der Arznei zu analysieren und zu beurteilen, bevor die nächste Gabe verabreicht wird. Der Patient schildert dem Behandler seine Beobachtungen (z. B. Gemütsreaktionen , verändertes Empfinden, verändertes Reagieren auf bestimmte Situationen; Veränderung im Schlaf; u.a.) nach der Arzneigabe. Der Behandler stellt hierzu auch konkrete Fragen und entscheidet nach dem Gespräch, ob die Wiederholung der Arzneigabe angezeigt ist, oder ob noch gewartet wird, oder ob gegebenenfalls eine andere homöopathische Arznei verordnet wird.


 

Erfahrungen mit der Homöopathie



 

1. Trauma-Informations-Zentrum, Konstanz, Dipl.-Psychologin Stefanie Rösch

 â€žDie Kooperation mit Frau Bahnsen erweist sich immer wieder aufs Neue als äußerst hilfreich für unsere gemeinsamen Klienten. Die klassisch-homöopathische Behandlung wie sie von Frau Bahnsen praktiziert wird, unterstützt den Heilungsprozess meiner traumatisierten Klienten vor allem dahingehend, dass sie therapeutische Schritte schneller und zum Teil überhaupt erst möglich macht. Vor allem bei völliger Blockade, bzw. ausgeprägtem Vermeidungsverhalten gegenüber Veränderungen empfand ich die zusätzliche Unterstützung über eine klassisch-homöopathische Behandlung als sehr wohltuend. Klienten kamen durch die Behandlung wieder „in Fluss“. Damit wurde eine psychotherapeutische Unterstützung teilweise überhaupt erst möglich.

Auf der anderen Seite erlebe ich es für meine Klienten als motivierend, wenn gleichzeitig bestehende oft psychosomatische Beschwerden und Erkrankungen eine Besserung über die Homöopathie erfahren. Homöopathische Mittel beeinträchtigen eine Psychotherapie nicht, Psychopharmaka in der Regel schon. Dies ist vor allem bei Schlafstörungen der Fall, wie sie nach traumatischen Schockerfahrungen üblich sind. Zumal immer mehr meiner Klienten keine Medikamente mehr nehmen wollen.“